Molasse selbst herstellen -Anleitung Aroma erstellen


Für das erstellen von eigener Molasse ist das Aroma der wichtigste Part und er sollte genau abgearbeitet werden.
Da mir die Kosten und der Zeitaufwand immer wieder Tabak herzustellen zu groß wurde, fing ich an das ganze auf einer Vape oder E-Zigarette zu testen.
Also werden wieder einige Investitionen notwendig.

Benötigtes Material um Aroma zu erstellen

Schritt 1: Base erstellen

Zuallerst sollte man eine Base erstellen um sich die weitere Arbeit leichter zu machen.
Die Base ist das Grundgemisch was man in einer E-Zigarette benötigt um sie gut rauchen zu können.
Pures Glycerin zu verwenden wie man es bei Shishatabak macht ist nicht möglich, da hier das Gemisch nicht schnell genug in den Verdampfer laufen kann. Bei Verwendung von purem Glycerin als Base würde innerhalb kürzester Zeit
die Watte durchschmoren.

Deshalb macht man eine Mischung aus Glycerin (VG) und Propylenglykol (PG) welche man in unterschiedlichen Mischverhältnissen mischen kann.
Meine persönliche Verwendung ist die 70/30(VG/PG) Mischung.
Heißt auf ein Liter Base kommen 700ml Glycerin und 300ml Propylenglykol.

Schritt 2: Aromakosten kalkulieren

Für eine fertige Molasse muss im Vorhinein mit einer Aromamenge von gut 30% gerechnet werden.
Daran muss man seine Kalkulationen auslegen. 30ml sollten in meinen Augen nicht teurer als
5-6€ sein. Viele Aromen fallen dadurch schon bei dieser Kalkulation durch.
Um diese Werte zu erreichen braucht man meist Gebinde von 100-500ml eines einzigen Aromas um diesen Preis zu erreichen. Meine bereits durchgeführten Tests haben gezeigt das man meist 4-10 unterschiedliche Aromen für einen gewünschten Aromageschmack braucht.
Dadurch sind für den Einstieg zum Aromaherstellen schon einige 100€ notwendig.

Schritt 3: Aroma Grundlagen

Um sein erstes Aroma herstellen zu können benötigt man gewisse Kenntnisse, die versuche ich in diesem Beitrag näher zu bringen. Als Beispiel soll ein Himbeeraroma genommen werden.
Ein Himbeeraroma besteht oftmals nicht nur aus Himbeeraromen weil dadurch der Geschmack einfach zu langweilig ist.
Deshalb verwendet man sehr süße Aromen, wie Marshmallow oder Cotton Candy um den Geschmack zu süßen welchen man von einer echten Himbeere erwartet welches das Himbeeraroma aber allein gar nicht hat.

Hinzu kommt meist ein Mix unterschiedlicher Himbeeraromen unterschiedlicher Hersteller (süße Himbeere, saure Himbeere, Himbeergummibär etc.). Damit verursacht man eine weitere Variation welche dem Aroma einen Kick gibt.
Es gibt Aromen welche man eher beim Einatmen schmeckt und welche die erst beim Ausatmen bemerkbar werden.
Durch so einen Mix hat man gute Chancen einen durchweg gelungenen Geschmack zu erhalten.

Zu guter Letzt braucht man meist noch eine Abrundung, heißt um dem Aroma endgültig leben einzuhauchen braucht man Aromen welchen den Geschmack „saftiger“ machen dafür eigenen sich Aromen die Süß und wenig dominant sind wie Kaktus oder Drackenfrucht und teilweise auch säuerliche Aromen.

Schritt 4: Erste Aromen ansetzen

Haben wir nun unsere Aromen daheim kann der erste Test gestartet werden.
Als 1. benötigt man das Gefühl für ein Aroma und sollte das Himbeeraroma des 1 Herstellers pur mischen.
Meist benötigt man 7% Aroma damit das Aroma gut schmeckt.
Das sollte man dann so mischen und in einer Kalkulation eintragen, mit den wichtigen Kenngrößen,
wie Mischung der Base und Menge des Aromas.
In einer Tropfflasche ist das fertige Liquid am besten aufgehoben und sollte gut 24h einziehen.
Dann sollte man das Aroma rauchen und sich den Geschmack notieren.
Das sollte man mit allen Himbeeraromen jedes Herstellers machen.
Man merkt relativ schnell wie stark welches Aroma ist und ob es einem überhaupt zusagt.
Je mehr man sich notiert desto einfacher hat man es später.

Nun kommen die Variationen von mehreren Aromen. Man mischt die Aromen nach Gefühl zusammen.
Beispiel:
1.Himbeeraroma schön stark -> 3-4% in der Variation.
2. Himbeeraroma etwas schwächer -> 5-6% in der Variation.
Und dann 24h stehen lassen und testen.
Meist ist die Variation das Schwierigste und es werden unterschiedliche Tests mit verschiedenen Mischverhältnissen notwendig.

Schritt 5: Aroma süßen

Als nächstes wird das Süßen vorgenommen. Hierbei sind Richtwerte kleiner 1%.
Beim Mischen mit Süßungsmitteln wird meist ein längeres Einziehen notwendig.
Hier kann es schonmal 2-3 Tage dauern bis man es gut merkt. Mit der Zeit bekommt man
aber einen Überblick wie lange ein Aroma braucht um sich zu entfalten.
Auf jeden Fall ein Punkt für die Liste.

Schritt 6: Aroma abrunden

Zum Schluss muss man das Aroma noch abrunden.
Der Geschmack in der letzten Charge sollte jetzt geschmacklich den Himbeergeschmack getroffen haben und sollte so süß sein wie man ihn sich vorstellt. Das Abrunden sorgt jetzt nochmal für einen cremigeren/saftigeren Geschmack.
Hierbei ist die Dosierung nur noch sehr Minimal mit unter 0,7% als Richtwert.
Anschließend hat man seine Mischung die in etwa so aussieht:
Himbeere #1 = 5%
Himbeere#2 = 3%
Cotton Candy = 0,4%
Marshmallow =0,6%
Zitrone = 0,2%
Kaktus = 0,2%

Ein Video zu dem ganzen Thema:

Im Großen und Ganzen war es das mit dem Aromaherstellen.
Die ganzen Schritten benötigen natürlich viel Zeit und ich habe für mein eigenes Himbeeraroma auch fast 8 Wochen benötigt. Im nächsten Beitrag geht es darum das Liquidkonzept zu einer Shishamolasse umzuwandeln.

Weiter zum Beitrag Shisha-Molasse selbst herstellen


Neueste Posts